Sonntag, 24. Februar 2013

4. Etappe Australien - Teil 4 - Melbourne - Sydney - Byron Bay - Sydney (5000 km)

Wir sind nun schon die 8. Woche im Auto unterwegs, haben deshalb etwas Gas geben und sind nach Melbourne relativ schnell weiter an die Süd-Ost Küste gefahren. Schließlich gibt es auch hier viel zu entdecken...

Zwischenstopps unserer Route

Merimbulla – Batemans Beach – Ulladulla (Motel) – Blenheim Beach bei Vincencia (Phyton) – Nowra – Sydney – Coffs Habour (hier gibt’s Bananen) – Byron Bay – Nimbin – Dorrigo (Regenwald) – Port Macqurie (Koala Hospital) – Blue Mountains National Park – Sydney

Die Highlights auf der Strecke:

Nachdem wir am südlichen Ende des Alpine National Park vorbeigefahren sind, hier waren zu der Zeit die großen Buschfeuer (konnte man deutlich riechen), haben wir die heißen und trockenen Regionen hinter uns gelassen. Zur gleichen Zeit ist ein Zyklon mit starken Überschwemmungen durch den Nordosten Australiens gezogen. Die Ausläufer haben uns schwer erwischt und mehrere Tage Regen gebracht. In Ulladulla hat es uns nach einem weiteren Tag mit 20 Stunden Regen gereicht, hier haben wir nach 55 Nächten im Auto das erste Mal wieder in einem Motel übernachtet.

Nach der Hitzewelle kommt Hagel...
Regencamp im Regenwald - war eine unangenehme Nacht...

Da freut man sich, wenn die Sonne wieder scheint. Dazu hatten wir Glück und eine super Empfehlung eines Australiers - Blenheim Beach - ein Volltreffer. Eine kleine Bucht umgeben von Wald der direkt an einem schönem Strand endete und dazu ein netter Campground mit Barbecueplatz. Hier haben wir uns für 3 Tage niedergelassen und morgens die Delfine beim vorbei schwimmen beobachtet. Die Brandung war ideal zum surfen. Irgendwann kam ein Australier vorbei und meinte wir sollen mal mitkommen, da sei eine Schlange. Und tatsächlich, da hing an einem kleinen Baum eine Python und hat sich von der nächtlichen Jagd erholt.

Blenheim Beach - unser kleiner Hausstrand...
Ab auf die Welle...
Unsere Nachbarin, eine Diamond Phyton

Nach ein paar weiteren unspektakulären Zwischenstopps mit weiterem Regem haben wir zum ersten Mal Sydney erreicht. Ziel war unser Termin beim Immigration Department zur Verlängerung unseres Aufenthalts. Wir waren nicht sicher, ob die verbleibenden Tage bis zu unserem Visa-Ende für den Verkauf von JR ausreichen.
Zwischendurch war natürlich genug Zeit für ausgiebiges Sightseeing. Sydneys Oper und die Harbour Bridge sind nun wirklich beeindruckend. Auch sonst hat Sydney schöne kleine Ecken, allerdings liegen die weit auseinander. In Melbourne war alles kompakter. Unser Visum haben wir nicht verlängert und sind für die verbleibende Tage weiter Richtung Norden gefahren.

Auf dem Weg nach Sydney die Sea Cliff Bridge
Da ist sie, die Oper am Sydney Harbor...
..und die Harbor Bridge
Hier mal zusammen...
...und bei Nacht samt Skyline
Beeindruckend
Komm kuscheln, auch in Sydney gibt es Hugs for free...
Tourifolklore am Circular Quay...
Kleine Stadthäuser...
Ausflug in die interessanten Viertel abseits der Touristenattraktionen

Byron Bay, ein alternativ angehauchtes Surferstädtchen, hat Spass gemacht. Viele Backpacker aus aller Welt und eine Menge Bars, Restaurants und kleine Läden. Dazu gibt es richtig schöne Strände und ich hatte das Gefühl das Wasser war mal nicht so kalt.

Nimbin muss erwähnt werden, auch wenn wir nur zwei Stunden dort waren. Ein Hippie-Dorf, gegründet vor 40 Jahren nach einem Festival. Einige Leute sind damals einfach dageblieben und haben Kommunen gegründet. Heute hat das etwas von einem Freilicht-Museum. Alte grauhaarige Rastafari und genauso alte Hippiefrauen, die dir „Kekse“ verkaufen wollen...

Nimbim - gegründet 1973 nach einem Festival...
...hier geht es bunt und entspannt zu...
...sogar mit eigenem Museum

Wir haben es noch bis Queensland geschafft, allerdings nur bis kurz hinter die Staatsgrenze, trotzdem der nördlichste Punkt unserer Australien-Reise. Über Dorrigo, gelegen auf einem Hochplateau mit einem tollen ursprünglichen Regenwald und dem Koala-Hospital in Port Macquarie, ging es zurück zum letzten Stop den Blue Mountains westlich von Sydney. Es wurde uns mehrfach empfohlen dort unbedingt hinzufahren. Der Name Blue Mountains kommt vom Dunst der Eukalyptusbäume, die das ganze Tal bläulich schimmern lassen. Wir sind zwei Tage gewandert und es war wirklich fantastisch. Highlight waren nicht etwa die 3 Sisters, sondern der schwere Weg zum Ruined Castle über die golden Stairs - nichts für Anfänger.

Ganz schön hoch...
...die Bäume im Regenwald
Was für ein Stamm
Große Farne gibt es auch...
...und Vögel
Mystisch...
Im Koalahospital...
Die Blue Mountains...
Blick vom Ruined Castle...
Ganz dahinten sieht man es, auf dem kleinen Hügel - war aber trotzdem anstrengend hinzuwandern...
Ein letzter Blick mit den Three Sisters auf der linken Seite...

Zurück in Sydney war der „Auto-Verkauf“ das Hauptthema. Eine Woche Zeit blieb dafür. Also Online-Anzeige erneuert, Preis angepasst und Flyer in Hostels gehängt (zu den hundert die da schon hingen). Das war ziemlich nervig – zu viele Verkäufer. In King Cross, einem kleinen Stadtteil, gibt es ein Parkhaus in dem sitzen die ganzen Backpacker tagelang im dunklen und warten auf eine Verkaufsgelegenheit. Das kommt davon, wenn man kauft wenn alle kaufen wollen und verkauft wenn alle ihre Autos wieder los werden müssen – dafür zahlen wir Lehrgeld! Nach den ersten zwei Tagen Frust wollten wir die Kiste nur noch loswerden, Hauptsache weg und die restlichen Tage in Sydney entspannen. Auf einmal kamen jedoch mehrere Anfragen und wir haben JR für einen halbwegs akzeptablen Preis verkauft. Traurig waren wir dann dich, schließlich war das Auto ein Viertel Jahr unser zu Hause.

Genau...
Kings Cross - hier versuchen die Backpacker in der dunklen Tiefgarage ihre Autos loszuwerden...

Gefeiert wurde in Newtown, so eine Art Friedrichshain von Sydney, wie gut das dort gerade die Einstürzenden Neubauten im altehrwürdigen Enmore Theater gespielt haben. Witzig - deutsche, politische Texte am anderen Ende der Welt...

Unser Konzert im Enmore Theater

Wie schon in Perth sind wir in Sydney über AirBnB (eine private Bed & Breakfast Vermittlung) untergekommen. Das ist super, man kann sich vorher ziemlich genau anschauen wie man unterkommt und trifft meistens nette Leute, die viele interessante Infos haben und bei dem ein oder anderen weiterhelfen. Bei unserem 2. Sydneybesuch waren wir bei Craig, einem Fotografen, der in einem kleinen schicken Stadthaus wohnt. Er war super nett und hat uns die Stadt gezeigt und uns bekocht.
Zu guter Letzt hat er uns am Sonntag Morgen zum Flughafen gefahren.

3 Monate liegen nun hinter uns, mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen. Wir haben gelernt uns auf öffentlichen Parkplätzen umzuziehen, welche Insekten am meisten nerven, welche Lebensmittel ungekühlt lange haltbar sind und wie groß und vielfältig Australien ist...

Letzte australische Impressionen:

Alles klar hier bleiben wir................nicht...
Gestrandeter Camper
Bananen in der Tüte...
...Bananen aus dem Stall
Sydney
Tschüss JR - Ach es war schon schön....

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