Dienstag, 27. November 2012

2. Etappe Philippinen - Teil 1: Manila

Ankunft in Manila (Philippinen) am 08.11.12 und Beginn unserer 2. Etappe.

Ein kleiner Teil der Philippinen aus dem Flugzeug

Da Freunde besuchen so viel Spass macht, besuchen wir in Manila mit Jan gleich den nächsten. Wir sind die ersten Tage direkt in Manila, wobei richtig wäre Makati.
Metro Manila liegt auf der Hauptinsel Luzon (die Philippinen bestehen aus 7107 Inseln) und ist ein Zusammenschluss von 16 Städte mit insgesamt über 10 Mio. Einwohnern und Manila und Makati sind jeweils Städte dieser Region. Der Übergang ist fließend, so dass außerhalb  der Metro Manila Region die Stadt kurz Manila genannt wird. Die Metro Manila Region ist mit 630 km2 mehr als 250 km2 kleiner als Berlin hat aber 3x soviele Einwohner.
Metro Manila von oben

Zwischendurch machen wir für eine Woche eine Rundreise in den Norden Luzon's in die Berge und zu den Reisfeldern.

Manila ist wie die meisten asiatischen Großstädte ein großer quirliger Ameisenbau mit einem absoluten Verkehrschaos. Während der Rush Hour geht nicht mehr viel. Wir haben z.B. für eine 13km lange Strecke durch die Stadt 1 Stunde 45 Minuten gebraucht.
Verkehrchaos in Manila - man beachte das Banner...
Ansonsten hat die Stadt von Slums über Luxusbauten alles zu bieten. Es gibt hier zahlreiche und vor allem riesige Shopping-Malls. 2 der 3 größten Malls sind in Manila. 
Entertainment in den Malls - hier Plüschtier-Autoscooter...
Hier wurden wir gleich ordentlich auf Weihnachten vorbereitet, im Hintergrund spielten überall Weihnachtslieder, die Angestellten waren als Wichtel verkleidet und es gab an jeder Ecke künstliche Weihnachtsbäume und Weihnachtssterne.
Frohe Weihnachten...
Das Thema Weihnachten ist ab September aktuell, aber da gibt es nicht wie bei uns den üblichen Süsskram zu kaufen, hier wird dann schon alles geschmückt und es blinken und tanzen die Weihnachtsmänner an allen öffentlichen und privaten Häusern.

Wir sind ein wenig durch die Stadt gefahren. Überall auf den Straßen sieht man die für Manila bekannten Jeepneys. 

Einer von tausenden Jeepneys
Pimp my Jeepney!
Diese Entwicklung begann mit Umbauten der von den Amerikanern hinterlassenen Militärfahrzeuge zu farbenfrohen Vehikeln. Heute sind die Jeepneys ein wichtiges Verkehrsmittel, da es hier kein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz gibt. Die Jeepneys gibt es mittlerweile aber auf der ganzen Insel.

Als Sightseeing Trip haben wir den chinesischen Friedhof in Manila besucht. Er ist kein Friedhof wie wir sie kennen, sondern eine kleine Stadt mit richtigen Straßen und die Toten "wohnen" in kleinen und größeren Häusern. Die oft sogar mit Küche, Toilette und sogar Klimaanlage ausgestattet sind. Hier werden die Männer zusammen mit ihren Ehefrauen und falls vorhanden auch den Nebenfrauen oder Geliebten bestattet. Kinder bekommen ein extra Begräbnis in einer Mauer am Rande des Friedhofes.
Angelegt wurde der chinesische Friedhof während der Kolonialzeit der Spanier um 1850. Zu dieser Zeit verweigerte die katholische Kirche nicht Katholiken eine Bestattung auf einem ihrer Friedhöfe. Heute hat der Friedhof der Chinesen seinen festen Platz in der Geschichte der Philippinen. Die Religion spielt für eine Beerdigung auf dem chinesischen Friedhof heute keine Rolle mehr, er steht allen Konfessionen zur Verfügung. Jetzt stehen katholische und nicht katholische „Begräbnishäuser“ nebeneinander.
Die Preise für die „Grundstücke“ werden immer höher. Wenn die Angehörigen die „Miete“ nicht mehr zahlen können, werden die Gräber geräumt und die Knochen in eine Außenmauer des Friedhofes umgebettet oder mitgenommen und an anderer Stelle neu bestattet. Die freistehenden „Grundstücke“ können dann neu vermietet werden.

Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls ein Krematorium und ein chinesischer Tempel in dem Buddha und Jesus und Maria einvernehmlich zusammenstehen.

Dieser Friedhof ist mit seinen Grabhäuser für reiche tote Chinesen ein krasser Gegensatz zu den gleich daneben liegenden Hütten der armen lebenden Menschen.

Buddha, Jesus und Maria in trauter Gemeinsamkeit...

Friedhofstrasse mit den Häusern der Toten...

Hier ein Reihenhaus-Siedlung...

Und ein modernes Apartment...

Das ist eher die alte, rustikale Variante... man baut sich gleiche eine kleine eigene Kirche

In der Mauer befinden sich die Kindergräber

So sieht es aus, wenn die Gräber geräumt werden - Die Überreste werden geholt und die Bilder unkenntlich gemacht



1 Kommentar:

  1. die gräber sind ja fast spanisch typisch und verkehrscaos gibts och in berlin wenn sein muß dach braucht ihr nicht of weltreise

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