Nun der 2. Teil unseres Reise in Myanmar. Den 1. Teil gibt es hier zu lesen (Link)
Nach
dem Mount Popa sind wir mit dem Nachtbus zum Inle Lake aufgebrochen.
Die Fahrt gehört zu unseren, sagen wir mal "interessantesten"
Busfahrten. Wir wussten ja nicht wie viele Leute in einen Bus passen.
Wir haben mit einer weiteren Fahrt im Nachtbus gerechnet, wie wir sie
bereits aus den anderen südostasiatischen Ländern kannten. Schon
die Sitze waren nicht wirklich zum schlafen geeignet. Nach unserer
Abfahrt haben wir noch mehrmals gehalten und am Ende war der Bus
komplett überfüllt. Die Burmesen haben sich zu dritt auf einem
Doppelsitz gedrängt und im Mittelgang wurden ungefähr 30 weitere
Personen auf kleinen Plastikhockern untergebracht. An Schlaf war so
nicht zu denken. Wir sind aber unbeschadet morgens um vier Uhr am
Inle Lake angekommen. Genauer in Nyaung Shwe dem größten Dorf am
nördlichen Ufer des See.
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| So voll war es im Bus (leider etwas unscharf) |
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| Der Inle Lake heißt uns willkommen |
Hier
haben wir auf Empfehlung unseres Taxifahrers recht schnell ein gutes
Hotel gefunden. Wir konnten direkt einchecken und noch ein paar
Stunden schlafen. Nach einem leckeren Frühstück mit einheimischer
Suppe (Shan Nudelsuppe) und Pancakes auf der Dachterrasse haben wir
uns das Dorf angesehen. Es war Markttag und so etwas ist immer
interessant.
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| Buntes Markttreiben... |
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| ...mit frischem Gemüse aus der Region |
Auch
hier gibt es Stupas und Klöster und natürlich den See das
Highlight der Gegend. Auf dem See kann man verschiedene Touren zu den
umliegenden Seedörfern mit ihren Handwerksbetrieben machen.
Insgesamt haben wir vier Tage für den Inle Lake eingeplant. Die
Gegend haben wir erstmal mit Fahrrädern erkundet und sind am Ufer
des Sees entlang gefahren. Der See ist recht groß, so haben wir uns
nach einiger Zeit ein Boot gemietet und uns zum anderen Ufer bringen
lassen. Auf der Überfahrt hat uns aus dem Nichts ein schwerer
Regenschauer erwischt. Kein Spass, ohne Regenschutz und völlig
durchnässt sind wir angekommen. Trotzdem haben wir einen ersten
Eindruck von der Größe des Sees mit seinen Dörfern und
schwimmenden Gärten erhalten.
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| Die Landschaft um den Inle Lake |
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| Wo geht es hier lang? |
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| Da ist der See! |
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| Jetzt wird es gleich ungemütlich... |
Für
den nächsten Tag haben wir die große Tour auf dem See gebucht. Es
wurde einer der erlebnisreichsten Tage unserer bisherigen Reise und
die Eindrücke haben sich fest eingebrannt. Es war eine Reise in eine
andere Welt in eine andere Zeit.
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| Der Hafen in Nyaung Shwe - hier startet unsere Tour |
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| Die Langboote sind das Hauptverkehrsmittel |
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| Los geht's... |
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| Die ersten Fischer |
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| Schwimmende Blumen auf dem See |
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| Seedorf mit den typischen Häusern auf Stelzen |
Zusammen
mit unserem Guide sind wir zu den Seedörfern aufgebrochen. Die
Gebäude stehen auf Holzstelzen mitten auf dem See. Auf dem Weg sieht
man überall Fischer, die „Einbein-Fischer“. Sie sind das
Wahrzeichen des Inle Lake und haben eine einzigartige, sehr
akrobatische Technik entwickelt. Sie stehen mit einem Bein auf ihrem
schmalen Boot, führen mit dem anderen Bein das Ruder und nutzen eine
Art Fischreuse mit Netz und Speer zum fischen. Wenn man ihnen bei der
Arbeit zusieht, hat es etwas von Ballett oder einem Tanz.
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| Einbein-Fischer... |
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...mit ihrer außergewöhnlichen Technik
das Wahrzeichen des Inle Lakes |
Schon
um die „Einbein-Fischer“ zu sehen hat sich die Tour gelohnt, doch
die Handwerksbetriebe waren mindestens genauso interessant. Hier die
Fotos zu unseren Stationen
Die
Silberschmiede:
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| Hier wird das Silber geschmolzen |
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| Es entstehen filigranen Verzierungen |
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| Feinste Handwerksarbeit |
Die
Schirmmacher:
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| Handgeschöpftes Papier wird... |
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| ...selber hergestellt und in der Sonne getrocknet |
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| Daraus entsteht der Schirm |
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| Zum Schluss kommt die Verschlussmechanik hinzu... |
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| ...ebenfalls in Handarbeit erstellt |
Die Zigarettenmanufaktur:
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| Die Zigaretten werden gerollt und zurechtgeschnitten |
500 Zigaretten pro Tag sind das Soll für eine Arbeiterin.
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| Die verschieden Bestandteile... |
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...und die fertigen Zigaretten in
unterschiedlichen Größen und Geschmack |
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Die Wasserbeutel an der Decke sollen
die Moskitos abhalten - wer daran glaubt... |
Die
Bootsbauer:
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| Hier werden die Langboote gebaut... |
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| ...alles ohne Strom |
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| Das Boot wird mit Teer wasserdicht gemacht |
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| Auch die kleineren Fischerboote gibt es auf Bestellung |
Die
Lotus-Weberei:
Die Fasern aus dem Stiel der Lotuspflanze werden hier zu Garn verarbeitet und zum weben verwendet. Hauchdünn wird Stück für Stück ein Faden daraus,
unglaublich.
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| Die Fasern werden zu Garn gesponnen... |
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| ...und an großen Webstühle entstehen die Stoffe |
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| Blechboxen mit Steinen dienen als Gegengewicht |
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| Hier geht es bunt zu... |
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| ...für die Stoffe in allen Farben |
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| Die Weberinnnen |
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| Ein Lotusfeld vor der Weberei |
Die
Werkzeugschmiede:
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| Es glüht in der Schmiede... |
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| ...hier werden verschieden Werkzeuge hergestellt... |
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| ...auch die Speerspitzen für die... |
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| ...Köcher der Einbein Fischer |
Bei den Stops haben wir uns einen Betelnuss-Stand angeschaut. Die Bettel-Nuss wird in vielen süd-ost-asiatischen Ländern gekaut. Dabei wird die Nuss in Nikotinwasser aufgeweicht und mit einem süßen Kalkleim in ein Tabakblatt gewickelt. Dazu kann man für die persönliche Geschmacksnote aus verschiedenen Gewürzen wählen. Die Betelnuss haben wir nicht ausprobiert, denn beim Kauen verfärben sich die Zähne und Lippen dunkelrot.
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| Betelnuss-Stand, hier werden... |
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| ...die Päckchen mit den verschieden Gewürzen gewickelt |
An einem Haus haben wir Langhals-Frauen getroffen. Ursprünglich aus dem Norden Thailands, lebt nun eine kleine Gruppe auch am Inle Lake. Die Langhals-Frauen bekommen schon im Kindesalter die ersten Ringe an Hals und Knie, die im laufe der Zeit immer verlängert werden. Die jungen Frauen entscheiden selber, wieviele Ringe sie tragen möchten. Selbst zum schlafen werden die Ringe nicht abgelegt, da ihr Hals sonst zu instabil ist. Die Ringe wiegen bis zu fünf Kilo!
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| Langhals-Frauen beim Weben |
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| Jung und Alt |
Das
war noch lange nicht Alles. Wir haben die größte Pagode des Sees,
Phaung Daw U, besucht. Sie beherbergt 5 Buddhafiguren, die einmal im
Jahr in einer Prozession über den See in alle der 17 Dörfer
gebracht wird. Dafür gibt es ein extra Boot und in allen der Dörfer
finden Feste statt. Die Figuren ähneln abstrakter, runder
Steinfiguren, da sie im Laufe der Zeit komplett mit Goldblättchen
überklebt wurden.
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| Phaung Daw U-Pagode auf dem See |
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| Die 5 "Buddha-Kugeln" |
Auch
das Nga Phe Kyaung Kloster lag auf unserer Tour. Es wird auch Kloster
der springenden Katzen genannt. Davon haben wir schon im Vorfeld
gehört und waren natürlich gespannt. Ein Mönch hat Katzen so
trainiert, dass sie auf Kommando durch Reifen springen. Für Katzen
eher ungewöhnlich. Leider gab es keine springenden Katzen mehr, da
nach dem Tod des Mönchs auch die Katzendressur verschwunden ist. Das
Kloster hatte aber sehr schöne Buddha-Figuren zu bieten.
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| Das Katzenkloster |
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| Ein geflügelter Buddha |
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| Hier darf nicht jeder sitzen |
Letztes
Highlight waren die schwimmenden Gärten. Die schwimmen tatsächlich
und man kann mit dem Boot durch riesige Plantagen fahren. Auf
abgegrenzten "Feldern" werden Tomaten, Gurken oder Chili
angebaut. Die Felder sind mit Bambusstangen am Grund des See fixiert,
damit sie nicht wegschwimmen. Sehr clever, so kann man Landwirtschaft
auf dem betreiben. Alle zwanzig Jahre werden die Felder ausgetauscht,
es wird ein neues Feld vom Land abgestochen und auf den See gebracht.
Während unseres Besuchs war gerade Tomatenernte. Zurück in Nyaung
Shwe konnten wir in riesigen Lagerhäusern die Ernteausbeute
bestaunen. Die Tomaten vom Inle Lake sind sehr begehrt und werden
auch in das über 600 Kilometer entfernte Yangoon geliefert.
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| Die schwimmenden "Felder" |
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Gut fixiert mit langen Stangen
für Hoch- und Niedrigwasser |
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| Während unseres Besuchs war die Tomatenernte |
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| Hier noch am Busch... |
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| ...wird die Ernte in große Lagerhäuser gebracht... |
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| ...und für den Verkauf in Holzkisten verpackt |
Per
Zufall sind in unserem Hotel nach 2 Tagen auch Matteo, Lori und
Johanna abgestiegen. Noch überwältigt von den heutigen Eindrücken
haben wir beschlossen zu fünft eine weitere Bootstour zu machen,
wieder über den Inle Lake dann weiter über einen kleinen Fluss zum
nächsten See. Diese Tour ist erst seit kurzem möglich, da man ein
Gebiet einer ethnischen Minderheit durchquert, die dies bisher nicht
zugelassen haben. Es gibt einen richtigen kleinen Grenzposten den man
passieren muss und eine Art Tagesvisum zahlt. Die
Fahrt hat über Acht Stunden gedauert, war aber ebenfalls super. Einen ganzen Tag haben wir das Leben an dem abgelegenen Fluss erkundet.
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| Familie unterwegs |
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| Heute ist Waschtag |
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| Die Rinderherde wird zum... |
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| ...Waschplatz getrieben und geschrubbt |
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| Ein Spass für alle |
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| Angeln entspannt |
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| Kleiner Zwischenstopp an Land... |
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| ...mit Stierkampf inklusive |
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| Landarbeit mit Ochsenkarren |
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| Schnell verstecken... |
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| Haaallo... |
Wir
sind in abgelegenere Gebiete gekommen, die nicht oft von Touristen
besucht werden aber genauso beeindruckend sind. Nach einer Weile sind
wir uns vorgekommen wie die Queen oder der Papst. Die ganze Fahrt war
ein einziger „Winke-Marathon“. Überall am Ufer nette Menschen
die uns zugewunken haben, das muss man erwidern. Auf dem Weg sind wir
an vielen schwimmende Dörfern vorbeigekommen. Wir konnten den
Menschen bei der Hausarbeit, beim Angeln bei der Körperpflege
zusehen - das Badezimmer befindet sich meistens vor dem Haus. Wir
haben einen tiefen Eindruck vom alltäglichen Leben am Fluss in
dieser abgeschiedenen Region bekommen. Natürlich gab es wieder
Tempel zu entdecken, eine Schnapsbrennerei war auch dabei.
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| Im Wind klingeln Glöckchen an den Spitzen... |
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| ...ein mystischer Tempel |
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| Die Frauen beten dort die ganze Nacht |
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| Der Reisschnaps... |
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| ...hat bis zu 80% Alkohol |
Auf
dem Rückweg sind wir wieder an den vielen Ressorts vorbeigekommen,
die es auf dem Inle Lake gibt. Hier
können Touristen in Bungalows auf Stelzen direkt auf dem Wasser
übernachten. Es ist bestimmt nett morgens mitten auf dem See
aufzuwachen. Allerdings sieht man viele Baustellen, an einer Seite
des Sees wird gerade ein riesiger Bereich gerodet, und es werden wohl
viele neue Ressorts gebaut. Auch hier ist zu befürchten, dass der
See in absehbarer Zeit vollends dem Massentourismus erliegt und
wahrscheinlich viel von seinem Charme für immer verlieren wird.
Kulinarisch
ist es auch am Inle Lake überschaubar. Die lokalen Gerichte wie der
Teeblatt-Salat oder der burmesischer
Tomatensalat waren gut aber keine Offenbarung. Gewinner bleibt die
Shan-Nudelsuppe die wir jeden morgen zum Frühstück bekommen haben.
Bei den Getränken sticht das Myanmar Beer heraus, die Staatsmarke
die man überall erhält schmeckt ziemlich gut. Den Myanmar Rum und Whiskey,
spottbillig - eine Flasche kostet einen Euro - haben wir eher
vernachlässigt.
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| Rum und Whiskey sind günstiger als Bier |
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| Shan Nudelsuppe - die war lecker |
Und
dann war da noch das Mönchsfest. Man muss auch mal Glück haben und
zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das hatten wir definitiv.
Schon unser Guide der ersten Tour hat uns von dem anstehenden Fest
berichtet. Fest ist allerdings nur zum Teil richtig.
Einmal
im Jahr kommen alle Novizen der Region in Nyaung Shwe zusammen, um
die Prüfung zum Mönch abzulegen. Eine Art Mönchsexamen, es besteht
aus zwei Teilen, die Novizen werden schriftlich und mündlich in
Pali, die Sprache Buddhas, geprüft. Das ganze Prozedere dauert eine
Woche, 3 Tage wird schriftlich geprüft, dann gibt es einen Tag Pause
und wer bestanden hat muss drei weitere Tage die mündliche Prüfung
ablegen.
Spektakulär
macht das Ganze die Anzahl der Prüflinge. In dieser Woche in Nyaung
Shwe werden über 4000 (!) Novizen geprüft. Schon die Ankunft der
Novizen in einer nicht endenden Kolonne aus Pick-Up Fahrzeugen war
ein einmaliges Erlebnis.
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| Die Ankunft der Novizen... |
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| ...in einem langen Konvoi... |
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| ...aus der gesamten Region |
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| Das Gepäck in schönen bunten Comic-Taschen |
Drumherum
gibt es die Festivitäten und einen großen Jahrmarkt, da natürlich
die Verwandten der Novizen und die Bevölkerung der Region
dazukommen. Die ganze Infrastruktur für das Fest muss von dem
kleinen Dorf gestemmt werden. Es gibt eigens dafür eine Großküche,
in der jeden Abend ein Ortsteil des Dorfes für die Essenszubereitung
verantwortlich ist. Und hier wird nicht etwa wie gedacht
ausschließlich vegetarisch gekocht, nein es gibt Fisch und Hühnchen.
Es gibt ein Gebäude in dem der ganze Reis gekocht wird - sieht aus
wie eine kleine Fabrik. In großen Hallen werden dann die Novizen und
die Gäste verpflegt.
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| Predigt für die Verwandten |
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| Eine der riesigen Speisehallen |
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| Dafür benötigt man eine große Küche... |
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| ...und große Pfannen |
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| Die "Reisfabrik" ist auch nicht schlecht |
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| Es gibt Reis! |
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| Und danach viel schmutziges Geschirr |
Mit
all diesen Eindrücken gehört die Zeit am Inle Lake zu den schönsten
Tagen unserer bisherigen Reise und wir werden noch lange an das
Erlebte zurückdenken.
Nach
unseren Erfahrungen mit dem Nachtbus aus Bagan haben wir uns für die
Weiterreise nach Yangoon eine Fahrt in einem VIP-Bus gegönnt. VIP
heißt in diesem Fall sehr komfortable Sitze in einer 2-1 Bestuhlung,
also mit ausreichend Platz, ähnlich der Businessclass-Sitze im
Flugzeug. Dazu hatte unser Bus eine Stewardess und es gab kleine
Snacks. Einziger Nachteil, der Bus wurde auf 15 Grad herunter
gekühlt. Da hat sich auch der Mönch schräg vor uns in seine
Wolldecke gewickelt.
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| Unser Bus nach Yangoon |
Für
Yangon hatten wir bereits von Matthias einen Hotel-Tip. Das hat die
Ankunft erleichtert und wir haben dort eingecheckt. 2 Tage haben wir
für das Sightseeing in Yangon eingeplant. Das hat vollkommen
ausgereicht. Die
Stadt sieht an vielen Ecken ziemlich heruntergekommen aus. Allerdings
ergibt sich daraus auch ein gewisser Charme. Es gibt viele alte
Kolonialbauten aus der britischen Besatzungszeit und wurden seitdem
auch nicht mehr restauriert.
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| Das Zentrum von Yangoon |
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| Die Kolonialbauten... |
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| ...haben ihren eigenen Charme |
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| Blick aus unserem Hotel |
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| Strassenbild in Yangoon |
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| Einer der wenigen Buchläden |
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| Eine burmesische Telefonzelle |
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| Gemüse (links) trennt sich von Fleisch (rechts) |
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| Burmesischer SevenEleven Ersatz |
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| Klassenzimmer im 3. Stock eines Wohnhauses |
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| Die Sule Pagode bei Nacht |
Wir
haben viel zu Fuß erkundet. Interessant war das Haus von Bogyoke
Aung San, dem sehr beliebten General und Vater von Aung San Suu Kyi.
Wir sind auch an ihrem Wohnhaus, in dem sie 15 Jahre unter Hausarrest stand und heute noch lebt vorbeigelaufen. Dort befindet sich die Zentrale
ihrer Oppositionspartei.
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| Geburtshaus von Aung San Suu Kyi... |
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| ...und ihr Wohnhaus |
Touristisches
Highlight von Yangon ist auf jeden Fall die Shwedagon Pagode. Nachdem
wir die letzten Wochen so viele Pagoden gesehen haben, war sie trotzdem wegen
ihrer schieren Größe sehenswert Sie hat uns aber nicht völlig in den
Bann gezogen, vielleicht lag es am Wetter.
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| Die Shwedagon Pagode ... |
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| ... ist die älteste Pagode in Myanmar. |
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| Leider hat es während unseres Besuchs geregnet... |
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| ...geputzt wird trotzdem |
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| Eine Gebetsnische |
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| Einer der vier Aufgänge zur Pagode |
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| Die Shwedagon Pagode vor ca. 70 Jahren.... |
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| ....und heute. |
Während
unserer Sightseeing-Tour sind wir mal wieder in einen heftigen
Regenschauer gekommen. Die Suche nach einem Unterstand hat uns dieses
Mal in ein kleines Nonnenkloster geführt. Die Nonnen waren so nett
und haben uns eingeladen. Wir wurden mit Kaffee, Obst und Wasser
bewirtet. Unterhalten haben wir uns bruchstückhaft in Englisch
unterstützt mit Händen und Füßen und einem Lächeln. Klappt gut
und den Nonnen hat es gefallen. Diese offene Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft hat man irgendwie überall im Land und bleibt uns fest in Erinnerung.
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| Wenn es regent dann richtig! |
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Die beiden Nonnen haben uns Unterschlupf
gewährt und bestens verpflegt |
Diejenigen
die Myanmar ebenfalls bereist haben, werden nachvollziehen können,
dass wir mit unseren Beschreibungen nicht übertreiben und bewusst so viele
Superlative verwenden.
Allen Anderen können wir nur empfehlen, schaut euch diesen Land an!
Weitere Impressionen:
 |
| Der Inle Lake und seine Fischer. |
 |
| Stelzenhaus im Inle Lake |
 |
| Mönchsgespräche.... |
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| "Taxi" in Bagan. |
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| Kistentransport. |
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| Wir machen heute einen Ausflug. |
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| Frische Mangos |
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| Schlange fängt Echse.... |
 |
| Die Schule ist aus... |
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| SEA Games im Dezember in Myanmar |
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| Der Holzlieferant |
 |
| Den Zahnarzt mussten wir zum Glück nicht testen... |
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| Kann ich mal deinen Roller bekommen ... |
 |
| Einfach nur idyllisch... |
 |
| Hauptsache gut verpackt. |
 |
| Das berühmte burmesische Teppich-Auto |
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| Wo will der Strohhaufen denn hin? |
 |
| Das muss alles mit nach Hause.. |
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| Wasserbüffelwaschtag.. jeder will der schönste sein. |
 |
| Die Büffel dazu nehmen grad ihr Bad... |
 |
| Reisbäuerin bei der Arbeit |
 |
| Alte Tempelruine am Inle Lake |
 |
| Stromversorgung am Inle Lake |
 |
| Wenn es mal wieder regnet |
 |
| Gibt es burmesische Illuminati? |
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| Pagode in der Nähe von Mandalay |
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| Und zum Schluss geht uns ein Licht auf... |
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