Die Tour nach Vietnam haben wir bereits in Siam Reap gebucht – mit dem
Boot von Phnom Penh zum Mekong-Delta und weiter mit Boot und Bus nach
Saigon - alles in drei Tagen.
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| Von Kambodscha nach Vietnam... |
Anfänglich
war es eher eine entspannte als eine spannende Fahrt, vor allem auf
dem kambodschanische Teil des Mekong. Interessant wurde es an der
vietnamesischen Grenze. Der Grenzübergang besteht aus einem
schwimmenden Haus, eher Restaurant als offizielles Gebäude. Unser
Guide verschwand mit unseren Pässe und kümmerte sich um die
Einreisestempel. Wir wurden in das Restaurant verfrachtet. Da wir
unseren Stempel bekommen wollten – haben wir uns verhalten wie es
von guten Touristen erwartet wird und haben brav etwas zu Essen
bestellt – leider war es richtig schlecht. Nach 45 Minuten haben
wir unsere Dokumente bekommen. Merkwürdig, keinen hat es
interessiert, ob wir wirklich zu den Pässen gehören, einen Grenzer
haben wir überhaupt nicht gesehen. Egal – nun also Vietnam...
Die
Fahrt wurde deutlich interessanter, mehr Leben am Mekong – viele
Fischer und Hausboote mit Menschen die ihrem Alltag nachgehen -
endlich etwas zum anschauen.
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| Leben am Mekong |
Erstes
Ziel war Chau Doc, eine kleine Stadt direkt am Mekong. Noch nicht
sehr touristisch und der erste Anlaufpunkt wenn man mit dem Boot
einreist. Wir haben uns abends die Stadt angeschaut und unseren
ersten und sehr leckeren vietnamesischen Kaffee getrunken. Mit dabei
war Nicolas, ein Franzose den wir auf dem Boot kennengelernt haben.
Im
Cafe haben wir uns mit einen alten Kambodschaner unterhalten, er
konnte recht gut französisch sprechen, so dass Nicolas dolmetschte,
wobei ich sogar einigermaßen viel verstanden habe. Es ist noch etwas
aus der Schulzeit hängengeblieben!
Wie
sich herausgestellt hat, war der Mann als Schüler in der Schule, in
der später das S21-Gefängnis (siehe Link) errichtet wurde, zum Glück nach
seiner Schulzeit. Er hat dann angefangen Medizin zu studieren, wurde
aber während der Khmer Rouge Diktatur nach Vietnam deportiert und
hat dort sein ganzes Leben als Motorradtaxifahrer gearbeitet.
Nach
unseren Besichtigungen in Phnom Penh war es sehr interessant
Geschichten aus dieser Zeit von einem Zeitzeugen zu hören – dazu
haben wir noch einige Travel-Tips für Vietnam bekommen.
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| Unser schwimmendes Hotel |
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| Sonnenaufgang auf dem Mekong |
Übernachtet
wurde in einem schwimmenden Hotel. Nach einem tollen Sonnenaufgang
ging es am nächsten morgen nach einem Abstecher zu einer lokalen
Fischfarm weiter nach Can Tho, einer größeren Stadt im
Mekong-Delta. Highlight hier sind die schwimmenden Märkte, meistens
Obst- und Gemüsemärkte. Die Händler auf ihren kleinen und großen
Booten haben langen Bambusstangen an denen Früchte und Gemüse
befestigt sind. Das ist quasi der „Werbeprospekt“ und zeigt an,
was heute auf dem Boot verkauft wird.
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| Der schwimmende Markt |
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| Frische Melonen... |
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| ...Ananas... |
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| ...oder Jackfrucht! |
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| Die Boote mit ihren "Werbeprospekten" |
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| Und zur Stärkung eine heiße Suppe |
Abschluss
der Tour war die Besichtigung einer kleinen Reisnudel-Fabrik. Aus
einer Art Reisbrei werden Fladen gemacht, getrocknet und dann zu
Nudeln geschnitten.
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| Aus Reisbrei werden Fladen gemacht... |
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| ...getrocknet und zu Nudeln geschnitten |
Am
nächsten Morgen weiter nach Saigon oder auch Ho Chi Minh City
genannt, hier haben wir einen kurzen 2-Tages Stopp eingelegt.
Besichtig haben wir das Museum zum Vietnamkrieg, sehr beeindruckend,
das historische Postamt, Notre Dame und den Independence Palast. Das
Postamt und die Kathedrale sind architektonisch interessant, der
Independence Palast ist ein typisch sozialistisches Bauwerk mit einer
Inneneinrichtung aus den Siebzigern.
Abends
dann ein Gute-Nacht-Bier in den Kneipen-Straßen des
Backpacker-Viertels.
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| Motorroller in Ho Chi Minh City |
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| Postamt mit Ho Chi Minh Porträt |
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| Independence Palast |
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| Die Siebziger lassen grüßen... |
Wir
haben uns spontan entschlossen die selbe Route wie Nicolas zu nehmen
- von Saigon mit dem Bus direkt nach Hoi An. Damit haben wir die
Strandstädte wie Mui Ne und Nha Trang nur beim hindurchfahren
besichtig - war gut so, sehr touristisch und zugepflastert mit
Ressorts – und sind ein gutes Stück nach Norden vorangekommen.
In
Zahlen: 10 Stunden mit dem Tagbus von Saigon über Mui Ne nach Na
Thrang und dann weitere 12 Stunden mit dem Sleeperbus nach Hoi An. 22
Stunden Busfahren am Stück macht man nicht alle Tage! Ein Sleeperbus
in Vietnam unterscheidet sich deutlich von einem aus Kambodscha, es
gibt hier 3er-Reihen und man bekommt einen Einzelplatz - ist
bequemer.
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| Sleeperbus: Untere Etage... |
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| ...und Oberdeck |
Hoi
An (gelistet als Weltkulturerbe) ist ein sehr nettes, kleines
Städtchen mit einer wunderschönen Altstadt, ja touristisch aber
trotzdem so etwas von entspannend. Die Altstadt mit den gut
erhaltenen historischen Händler- und Gildenhäusern haben
verschiedenste asiatische Einflüsse. Dazu gibt es viele Tempel und
schöne Brücken. Nicht weit weg von der Stadt gibt es nette Strände
und man kann schnorcheln gehen, alles einfach mit dem Fahrrad zu
erreichen.
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| Häuserzeile in der Altstadt von Hoi An |
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| Japanische Brücke aus dem 17. Jhdt. |
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| Tagsüber dürfen nur Fahrräder oder Rikschas in die Altstadt |
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| Abends... |
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| ...entwickelt entsteht eine tolle Atmosphäre... |
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| ...mit vielen Lampions |
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| Für die asiatischen Touristen darf es etwas greller sein |
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| Der Strand kann sich sehen lassen |
Hoi An hatte für uns das beste und
erstaunlicherweise auch das günstigste Essen in Vietnam. Cao Lau,
ein Nudelgericht mit frischen Kräutern und Schweinefleischstreifen,
alternativ für die Vegetarier unter uns mit richtig gutem Tofu! Die
Nudeln gibt es nur in Hoi An, altes Geheimrezept, und nur
zuzubereiten mit einem speziellen Wasser, dass aus einer einzigen
Quelle in Hoi An kommt. Am besten zu essen auf dem Zentralen Markt in
der Altstadt. Eine Schüssel Cao Lau für sensationelle 20.000
Dong, ca. 70 Cent.
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| Cao Lau Stand auf dem Markt |
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| Lecker! |
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| Das ist die geheime Quelle |
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| Trocknende Cao Lau Nudeln |
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| Es gibt auch eine vegetarische Variante mit Tofu |
Dazu das beste Banh Mi. Banh Mi
ist eine Art vietnamesisches Sandwich und gibt es überall. In
Vietnam gibt es - Hinterlassenschaften der französischen
Kolonialzeit - hervorragende Baguettes. In das Banh
Mi kommen in der klassischen Variante
verschieden zubereitetes Schweinefleisch, eine Art Pate, Koriander
und weitere Kräuter, Chili und eine leckere Sauce. AnthonyBourdain (Link - ab 06:04 Minuten) findet das Banh Mi aus Hoi An auch fantastisch.
An
diesem Stand habe wir übrigens auch immer gegessen - die wissen wie
es gemacht wird - die lange Schlange an Einheimischen die dort Essen
ist immer ein verlässlich gutes Zeichen.
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| Hier gibt es das beste Banh Mi Sandwich |
In
Hoi An haben Nicolas, unser französischer Pâtissier aus Lyon, und
wir endgültig beschlossen die Vietnam Tour zusammen zu machen. Wir
haben gut harmoniert und für uns war es eine prima Abwechslung mal
zu dritt zu reisen. Allerdings hatte diese Entscheidung einen
deutlich höheren Bierkonsum zur Folge...
Hue
ist eine ehemalige Königsstadt mit einer riesigen Zitadelle. Korrekt
wäre eigentlich, es gibt eine Zitadelle in einer Zitadelle in einer
Zitadelle (kleiner Insider).
Es
war so heiß, dass wir uns nicht viel mehr angeschaut haben, 4
Stunden bei fast 40 Grad alte Gemäuer anschauen reicht. Die
Zitadelle ähnelt im Aufbau der verbotenen Stadt in Peking, nur viel
kleiner und durch den Krieg teilweise zerstört.
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| Zitadelle in Hue |
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| Mit schönen Ecken |
Die
Strecke Hue – Hanoi sind wir wieder mit dem Nachtbus gefahren. Die
Hauptstadt Hanoi ist das politische und kulturelle Zentrum Vietnams.
Untergekommen sind wir in einem Hotel direkt im Zentrum des Old
Quarter, dem „alten Viertel“. 100 Meter von unserem Hotel
entfernt liegt die sogenannte „Beer Hoi-Corner“ - die Ecke mit
dem frischen Bier. Das ist eine Besonderheit die es neben Hanoi nur
noch in Hoi An gibt. Das frische Bier wird täglich morgens gebraut,
in Fässer abgefüllt und an die vielen Strassenbars verkauft. Es
wird ohne Konservierungsstoffe hergestellt und muss deshalb innerhalb
von 24 Stunden konsumiert werden. Des Bier wird überwiegend aus Reis
gebraut und schmeckt jeden Tag etwas anders, mal gut - mal nicht ganz
so gut...
Übrigens,
das amerikanischen Budweiser wird ebenfalls zu 30% aus Reis gebraut,
die Amis haben halt keine Bierkultur.
Wenn
man sich einen Tisch ergattert hat, bekommt man für 5000 Dong (18
Cent) ein Glas Beer Hoi. Dazu bieten die Strassenbars verschiedene
kleine Snacks, wie Tofu, Fleischbällchen oder Käsesticks an. Pech
für den, der zu spät kommt, denn sind die Fässer leer, war es das
für den Abend. Die „Beer Hoi-Corner“ war unser allabendlicher
Platz um den Tag ausklingen zu lassen.
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| Beer Hoi Corner - jeden Abend Full House |
Hanoi
haben wir viel zu Fuß erkundet, rund um den Hoan
Kiem-See und durch das französische Viertel. Ein Besuch
im Wasserpuppentheater durfte nicht fehlen.
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| Auch in Hanoi gibt es viele Motorroller... |
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| Veranstaltung zum 1. Mai - direkt mit dem Roller vor die Bühne |
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| Plakate zum 1. Mai |
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| Partei-Zentrale |
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| Hier wird geskatet - da schaut der Polizist |
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| Wasserpuppentheater |
Durch
einen anderen Reiseblog auf die Idee gebracht, haben wir bei den
Hanoi Kids eine Stadtführung gebucht. Die Hanoi Kids (Link) sind eine
universitäre Organisation, bei der Studenten kostenlose Touren
anbieten um dabei ihr Englisch zu verbessern.
Man
kann selbst auswählen was man machen möchte – die Entscheidung
fiel leicht – wir wollen eine Food-Tour durch das Old Quarter (Link). Das
fanden unsere beiden Studentinnen wohl auch abwechslungsreich und so
hatten wir einen perfekten Tag mit vielen Leckereien.
Das
Ganze hat uns so gut gefallen, dass wir gleich eine zweite Tour
gebucht haben, diesmal mit den üblichen, wichtigsten
Sightseeing-Spots: Ho Chi Minh Komplex mit Wohnhaus und Mausoleum,
das Ethnologische Museum und den
Tempel of Literature. Dazu später mehr...
Erstmal
stand unser Trip in die Halong Bucht an. Die Halong Bucht ein „must
do“ für jeden Vietnam-Besuch, als auch für uns. Wir haben die
Tour bereits in Hue gebucht, 3 Tage mit 2 Übernachtungen auf einer
Dschunke, dazu Kajak fahren, Angeln und leckeres Seafood.
Hört
sich gut an, dementsprechend groß war die Vorfreude.
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| Die berühmte Halong Bucht |
Nach
einer 4-stündigen Fahrt im Minibus und dem Boarding auf die
Dschunke, aufgrund der vietnamesischen Feiertage ein einziges
Gewusel, gab es ein recht ordentliches Mittagessen auf dem Schiff.
Nach dem Essen dann das böse Erwachen, aus heiterem Himmel (kleines
Wortspiel) teilt uns unser Guide mit, dass aufgrund eines
herankommenden Unwetters/Taifun die Lokalregierung Übernachtungen
auf den Schiffen für diese Nacht verboten hat. Als ob das nicht
schon vor unserem Boarding bekannt war. Naja es war noch genug Zeit
um die „Amazing Cave“ zu besuchen, die war tatsächlich ziemlich
beeindruckend, und Gäste, die eine Übernachtung auf der
nahegelegenen Cat Ba Inseln gebucht hatten, dort abzusetzen. So haben
wir immerhin auch die Bucht mit ihren schönen Kalksteinfelsen
gesehen. Zurück in Halong City haben wir entschieden, den ganzen
Trip abzubrechen und nicht auf besseres Wetter zu warten, sondern
zurück nach Hanoi zu fahren.
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| Hier muss man erstmal seine Dschunke finden... |
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| ...Parkplatz vor der Amazing Cave... |
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| ...viele Boote = viele Menschen... |
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| ...die Höhle, wenn auch sehr bunt beleuchtet, war spektakulär... |
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| ...nette Rückfahrt - wo bleibt eigentlich das Unwetter? |
Die Fahrt mit dem Bus zurück nach Hanoi war recht lustig, wir haben zusammen mit Roma und Leandro,
ein argentinischen Pärchen, das in Saigon lebt, und dem Engländer
Chris die mitgebrachten Spirituosen gelehrt (Chris mixt hervorragenden Gin Tonic) und waren der Meinung, dass ein
Tagesausflug vollkommen ausreichend ist. Die Halong Bucht ist gerade
zur Hochsaison - überlaufen, über 500 Schiffe sind unterwegs - und
zudem sind alle Dschunken neuerdings hässlich weiß gestrichen, da
ist leider viel vom Charme der Bucht verloren gegangen ist.
Zurück
in Hanoi stand die 2. Tour mit den Hanoi Kids an. Mittlerweile sind
wir zu einer richtigen Reisegruppe angewachsen, Roma und Leandro
haben sich uns angeschlossen. Erster Stopp das Mausoleum im Ho Chi
Minh Komplex, da man nur zwischen 09:00 und 11:00 Uhr hineinkommt.
Man soll Ho Chi Minh ja nicht zu lange von seiner letzten Ruhe
stören. Er wird übrigens jedes Jahr für 2 Monate nach Moskau zur
„Generalüberholung“ gebracht. Die Vietnamesen verehren ihren
„Uncle Ho“ über alles. Deshalb war es auch keine gute Idee am 1.
Mai, der Tag der Arbeit ist auch hier Feiertag, das Mausoleum zu
besuchen. Die erwartete lange Schlange wurde zu einer extrem langen
Schlange und dann zu einer nicht mehr zu überblickenden riesigen 2
Kilometer Schlange, die sich in mehrfachen Windungen um den gesamten
Ho Chi Minh Komplex erstreckte. Da haben selbst unsere beiden Guides
die asiatische Zurückhaltung abgelegt und uns nahegelegt sich nicht
anzustellen.
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| Anstehen für "Uncle Ho" |
Also weiter zum Ethnologischen Museum, dort kann man die
verschiedenen Bauweisen der vietnamesischen Minderheiten (gibt über
50) in einer Außenanlage
anschauen. Innen geht es dann weiter mit den Trachten, Schmuck,
Werkzeugen und Musikinstrumenten. Hier haben wir viel Zeit verbracht,
so dass nach dem Mittagessen nur noch Zeit für die Außenansicht der Mausoleums und den Wohnkomplex von
Ho Chi Minh blieb. Es war trotzdem eine nette Tour.
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| Ethnologisches Museum |
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| Ho Chi Minh Mausoleum aus der Ferne... |
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| ...und aus der Nähe |
Nach
zwei weiteren Tage kam der großen Abschied, Nicolas ist weiter nach
Thailand gereist und Roma und Leandro mussten zurück nach Saigon.
Wir sind zwei Tage länger in Hanoi geblieben und haben uns etwas
erholt. Wir haben ein Paket mit überflüssigem Gepäck und einer
Festplatte mit Backup unserer Fotos und Filme zurück nach
Deutschland geschickt. Außerdem haben wir uns mal wieder richtigen
Käse und Schinken auf Baguette gegönnt – lecker...
Von
Hanoi sind wir mit dem Sleeperbus in den Norden, nach Sapa in Berge,
gefahren. Was für ein Temperaturunterschied, es wurde abends richtig
frisch. Sapa ist ein kleines Bergstädtchen.
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| Sapa in den Bergen von Nordvietnam |
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| Die Hauptstraße mit vielen Restaurants |
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| Am Wochenende haben Wettkämpfe der Hmong stattgefunden |
Von hier kann man
geführte Trekkingtouren zu den umliegenden Dörfern der Hmong und
anderer Bergvölker unternehmen und dort übernachten, nennt sich
Homestay. Man wird in Sapa leider ständig von den Hmong-Frauen
„attackiert“, man soll mit ins Dorf kommen und bei ihnen kaufen.
Also haben wir entschieden wir machen das Ganze auf eigen Faust,
mieten einen Roller und erkunden die Gegend entspannt alleine. Wir
sind zwei Tage durch die Gegend gefahren - wunderschöne Täler mit
riesigen Reisterrassen, große Wasserfällen und hoch auf den
TonPass auf 2000 Meter Höhe - alles mit unserem Roller :-).
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| Fantastische Landschaft rund um Sapa |
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| Hmong Frau in traditioneller Kleidung |
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| Wie im asiatischen Auenland |
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| Zu Dritt geht es schneller... |
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| ...auch hier wird schwer gearbeitet |
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| Mutter mit ihren Kindern |
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| Auch hier gibt es Wasserfälle |
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| Hoch auf 2000 Meter... |
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| ...wird man mit dieser Aussicht belohnt |
Von
Sapa wollen wir über Dien Bien Phu im Nordwesten Vietnams nach Laos
einreisen. Über diesen Weg reisen nur wenige Ausländer, wir haben
gute Informationen gefunden wie es funktioniert. Der Trip soll
landschaftlich sehr schön sein. Also geht's mit dem Nachtbus nach
Dien Bien Phu und von dort dann weiter zur laotischen Grenze und
weiter nach Muang Khua. Aber das ist unsere nächste Etappe....
Unser
Fazit zu Vietnam: Man kann sehr einfach und günstig mit Bus und Bahn
durch das Land bereisen. Es gibt leckeres Essen und ein perfektes 3G
Mobilfunknetz (1 Monat surfen für 1,80€ !).
Was
kann man besser machen: Falls wir nochmal in Vietnam reisen, werden
wir uns in Saigon Motorräder kaufen und auf eigen Faust durch das
Land fahren, abseits der klassischen Touristenpfade. Wir haben einige
getroffen, die so gereist sind – man lernt das Land nochmal von
einer ganz anderen Seite kennen.
Hier
unsere TOP3-Vietnam-Liste, einmal zu den schönsten, von uns
besuchten Orten, und den besten Gerichten:
Orte:
Platz
1: Hoi An – asiatisches Altstadt-Flair und vorzügliches Essen
Platz
2: Mekong-Delta – so stellt man sich Vietnam vor
Platz
3 Yvonne: Die Landschaft rund um Sapa
Platz
3 Frank: Hanoi
Gerichte:
Platz
1: Cao Lau (Hoi An)
Platz
2 Yvonne: Caramen Sticky Rice
(Hanoi)
Platz
2 Frank: Banh Mi (Hoi
An)
Platz
3: Country Style Tofu mir Lemongrass (Hue)
Weitere
Vietnam-Impressionen:
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| Die Fähre ist voll (Mekong) |
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| Fischnetz (Mekong Delta) |
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| Bootsparkplatz (Chau Doc) |
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| Hier werden Reusen transportiert (Mekong Delta) |
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| Fischfarm (Mekong Delta) |
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| Marktfrau (Mekong Delta) |
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| Schwimmende Badewanne (Mekong Delta) |
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| Stadien der Reisproduktion (Mekong Delta) |
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| Fluß-Tankstelle (Mekong Delta) |
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| Pioniere (Kriegsmuseum Ho Chi Minh City) |
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| Küche (Hoi An) |
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| Fahrende Zierfischhandlung (Hue) |
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| Hier gibt es leckere Süßigkeiten (Hue) |
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| Angemalte Fische (Hanoi) |
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| Open Air Wasserpuppentheater (Hanoi) |
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| Roller Parkplatz (Hanoi) |
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| Schulkinder (Hanoi) |
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| Wasserbüffel (Sapa) |
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| Vorsicht ist die Mutter der Porzelanvasen (Sapa) |
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| Ruhende Wasserbüffel (Sapa) |
 |
| Ich muß hier durch! (Sapa) |
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| Reisterassen (Sapa) |
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| Reisernte (Bien Dien Phu) |
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| Lokaler Markt (Chau Doc) |
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| Mal eine echte Männerbremse am Motorroller... (Sapa) |
Wie immer sehr schöne Bilder zum neidisch machen ;) Das Wasserpuppentheater finde ich ja großartig, hätt ich mir auch gerne angeschaut.
AntwortenLöschenIch wünsche euch beiden weiterhin viel Spaß beim erkunden der großen, bunten weiten Welt!
Sonnige Grüße aus Berlin
Nicole
Wunderschöne Bilder und Eindrücke, wie immer. Weiterhin viel Spaß. Bleibt neugierig und vor allem gesund.
AntwortenLöschenIch schreib noch eine Mail extra. Bis bald Antje
Hallo Frank,
AntwortenLöschenobwohl ich vor Neid immer platze verfolge ich Euren Blog mit sehr großem Interesse - sehr gut gemacht mit wunderschönen Fotos.
Ich wünsche Euch noch viel Spaß und weiterhin viele interessante Eindrücke von der großen weiten Welt.
Ich bin mal gespannt wo Euch Eure Weltreise noch hintreibt. Da springen auch für mich noch ein paar Urlaubsideen raus.
Viele Grüße aus Bonn
Thomas V.
Danke, ist allerdings auch sehr zeitaufwendig. Deshalb sind wir etwas hinterher mit unseren Einträgen...
LöschenGrüße
Frank